Pérouges

Um mich von der Kayak-Tour zu erholen, ging es nach Pérouges, Kulturstop.

Pérouges ist ein vollständig erhaltenes mittelalterliches Dorf, erbaut komplett aus Stein und sehr unwegsamen Kopfsteinpflaster, vielen kleinen Gassen und Störchen! Die Geschäfte dort sind im mittelalterlichen Stil und die Angestellten tragen ebenfalls mittelalterliche Kleidung. 

Auf einem Parkplatz dort in der Nähe traf ich zufälligerweise einige Leute, die ich in Südspanien kennengelernt hatte. Sie fahren dort immer auf den Parkplatz, da er genau in der Mitte zwischen ihrem Wohnort und Südspanien liegt. Zufälle gibt’s manchmal…

Kayak, St. Martin und zwei Katastrophen

Von Avignon ging es dann weiter an die Ardeche nach St. Martin, einem kleinen, von mittelalterlichen Bauten geprägtes Dorf.

Doch ich muss etwas weiter vorher ausholen.

In Avignon ist mir mein treues iPhone aus versehen auf die Fließen vom Waschbereich gefallen und anschließend war das Display mehr als zerstört. Es waren sogar Teile davon regelrecht herausgebrochen, sodass ich das Innenleben erkennen konnte. Zum Glück gibt es in Avignon einen Smartphone-Doktor, der mein iPhone wieder instandsetzte. An dieser Stelle noch ein riesengroßes Dankeschön an Steffi von „Arbeiten unterwegs„, für die Unterstützung! Ohne dich hätte das alles nie geklappt!

In St. Martin dann, fand ich ein schönes Plätzchen, direkt an der Ardeche, wo ich mir es gemütlich machte. Aber nur für eine kurze Weile, denn ich wollte Kayak fahren und die Ardeche ist dafür der ideale Fluss. Mit ein paar wirklich kniffligen Stromschnellen und auch wieder ruhigen Abschnitten, wo man die grandiose Landschaft bewundern kann.

Ich suchte mir die längste Strecke aus, 32km, die man in einem oder in zwei Tagen absolvieren kann. Unterwegs gibt es zwei Campingplätze, für diejenigen, die die Zweitagestour gewählt haben. Ich entschied mich für einen Tag.

Gleich in der ersten Stromschnelle kenterte ich, verlor mein Paddel und meinen kleineren der beiden „wasserdichten“ Transportkanister. Ich kletterte zurück ins Boot und ließ mich treiben, bis ich Paddel und Kanister eingeholt hatte. Das ganze natürlich unter den Blicken von vielen Schaulustigen, die dort am Ufer standen, um genau solch ein Spektakel zu betrachten.

Als ich alles eingesammelt hatte, paddelte ich ans nächste Ufer, um den Schaden zu begutachten. Ich, pitschepatschenass, meine Kamera funktionsuntüchtig, da der besagte Kanister leicht undicht war. Ein riesengroßes Schlammassel und das gleich zu Beginn der Kayaktour. Deshalb gibt es leider nur Bilder von vor des Kenterns. Zur Kamera komme ich aber noch später.

Meine Gruppe, mit der ich die Tour begann.
Der eindrucksvolle Pont d’Arc, von der Ardeche ausgewaschen,

Und die Gorge d’Ardeche, zu deutsch: Schlucht der Ardeche. Es gibt aber noch viel eindrucksvollere Steilwände, diese konnte ich aber mangels funktionierender Kamera leider nicht mehr ablichten. 😭
Es blieb glücklicherweise beim einmaligen Kentern, nass wurde ich aber trotzdem mehrmals.

Am Zielpunkt angekommen, war ich bis zum Äußersten erschöpft. Die Arme reichten bis zum Boden und der Muskelkater begann schon anzufangen. Immerhin hatte ich „nur“ 6,5 Stunden für die Strecke gebraucht, veranschlagt wurden vom Veranstalter 7-8 Stunden. Nächstes mal nehme ich definitiv die Zweitagestour!

Zurück zur Kamera. Da etwas Wasser in den Kanister mit der Kamera gekommen war, verweigerte sie den Dienst. Die letzte Hoffnung bestand, sie auseinander zu nehmen und in einer möglichst warmen Umgebung zu platzieren. Gesagt, getan und nach zwei Tagen Wärme und Sonne funktionierte sie wieder. Ich wäre gestorben, wenn nicht!

Jetzt kommen noch ein paar Bilder vom wunderschönen St. Martin und dann habt ihr’s geschafft. Es wurde etwas länger, aber es gab ja auch viel zu berichten.







Avignon

Jeder kennt doch das Lied „Sûr le Pont d’Avignon…“, zumindest gehe ich mal davon aus. Das hier ist übrigens die besungene Brücke, die Pont Saint-Bénézet.

Dieses Lied veranlasste mich, mir Avignon mal genauer anzuschauen.

Auf dem Weg dorthin kam ich in Remoulins vorbei, wo es ein phantastisches römisches Aquädukt in einem nahezu perfekt erhaltenem Zustand gibt.

Aber zurück zu Avignon. Dort kam ich auf einem, der Innenstadt sehr nahe gelegenem, Campingplatz unter; mit Namen Camping Bagatelle, Hier geht’s zur Website, falls du, der Leser, mal nach Avignon kommst und einen günstigen und schönen Campingplatz suchst.

Avignon besticht mit seinen vielen kleinen Gässchen, wunderschöner Architektur und natürlich dem Papstpalast, der die Stadt überblickt.

Grenze Spanien – Frankreich

Ich habs zurück nach Frankreich geschafft! Endlich! Hat ja auch lange genug gedauert. Vive la France!

Von Lloret de Mar führt eine extrem kurvige Straße, die ich aber jedem Motorradfahrer allerwärmstens empfehlen kann, zur Grenze nach Frankreich. Zu der Straße folgt noch ein Video, sobald es endlich online ist… das dauert. Ihr kennt es..

Spanien

Frankreich
Ich hielt mich gar nicht lange in der Gegend auf, mich zog es weiter. Kilometer wollte ich machen, dem Trieb zum Fahren nachkommen.

So fand ich mich in Narbonne wieder. Ganz hübsches Städtchen mit einem Kanal, der aber extrem dreckig aussah. Baden wollte ich da nicht.

Hier musste ich dann auch einen Zwangsstopp einlegen, denn ich hatte keinen Liter Sprit mehr und nur noch 5€ in der Tasche. Und die Tankstelle akzeptierte nur Kartenzahlung. Ich verfluche Tankautomaten! Und davon gibt es in Frankreich eine Menge. Glücklicherweise war in der Nähe ein Caravan-Stellplatz, wo ich sogleich meine Friseurtätigkeit aufnahm und nach nur drei Tagen hatte ich wieder genug Geld um vollzutanken (ein freundlicher Herr bezahlte für mich mit Karte und ich gab ihm das Geld in Bar) und mir etwas zu essen zu kaufen.

Anschließend ging es weiter gen Norden.

Ich schreibe euch aktuell aus Avignon, doch ein Stopp liegt noch zwischen mir und Narbonne. Die Bilder sind aber noch auf der Kamera und die liegt gerade im Auto, also außer Reichweite, denn ich genieße gerade in einem Café die warme Frühlingssonne.

Ihr werdet euch also noch ein paar Tage gedulden müssen 😉

Panne Nr. 2

Eigentlich sollte dieser Beitrag ein schöner Beitrag mit vielen tollen Bildern vom Meer werden.

Daraus wird jedoch nix.

Bei einer Rundumsicht am Motor fiel mir auf, dass ein Stehbolzen am Zylinder gebrochen war. Soweit nichts schlimmes.

In einer Werkstatt bekam ich einen passenden und macht mich gleich ans Werk.

Rechts, das ist der Übeltäter.

Als ich den Zylinder ausbauen wollte, traf mich der Schreck. Katastrophe! Zylinder gebrochen.

Die Werkstatt, bei der ich unterkam, hatte die Idee, den Zylinder mit Loctite EA3455 zu kleben. Ich war da sehr skeptisch.

(Nachtrag vom 5.1.2017)

Ich bin jetzt seit über 3000km mit dieser geklebten Lösung unterwegs und hatte keine Probleme. Ich kann dieses Teufelszeug deshalb wärmstens empfehlen!!

Südfrankreich und Dune du Pilat

Ahoi, endlich habe ich mal Zeit gefunden, den Blog weiter zu schreiben.

Vor meiner zweiten Panne war ich in Südfrankreich, genauer gesagt in Biarritz.

Felsige Küste und Strand im Wechsel mit wunderschönen Pinienwäldern prägen die Landschaft. 

Das eigentliche Highlight ist aber die Dune du Pilat in der Nähe von Bordeaux!

Mit 110 Metern Höhe und 3km Breite ist sie die größte Wanderdüne Europas.



Weiter geht’s!

Monsieur Pariguet ist ein Mann, der sein Handwerk versteht.

Nachdem er einen Blick auf mein Problem geworden hatte, wusste er auch schon, was zu tun ist.

Gewinde aufbohren, Helicoil rein, Zündkerze rein und weiter geht’s.

Es gibt wohl auch Werkstattmeister, die keine Pfuscher sind. 😉

Panne Nr. 1

Angekommen in Rouen, an einer Ampel gestanden, wollte ich losfahren, auf einmal macht es PENG!!! Panne!

Motordeckel auf und reingeschaut.

Wo eigentlich 2 Zündkerzen sein sollten war nur noch eine.

Beim Wiederreinschrauben fällt mir auf, dass das Gewinde vom Zylinderkopf im Eimer ist.

Also auf einem Zylinder zur nächsten Werkstatt gezuckelt und mit dem Werkstattchef gesprochen. Morgen weiß ich mehr.