Cabo de Gata

Cabo de Gata werde ich niemals mehr vergessen.Diese Subwüste, in der viele Spaghettiwestern mit Bud Spencer&Terrence Hill, aber auch Hollywoodgrößen wie Indiana Jones gedreht wurden ist auf jeden Fall eine Reise wert. Insbesondere die Wüste Tabernas, der trockenste Ort in ganz Europa. Dort steht auch noch eine Fort-Filmkulisse. Tabernas habe ich nicht besucht, sollte ich aber mal wieder hier her kommen, werde ich das auf jeden Fall nachholen.
Ich war in Cabo de Gata, das weiter südlich und am Meer gelegen ist. Von dort geht eine Straße am Meer entlang, die dann in eine Schotterpiste mündet und nach San José führt. Um diese Schotterpiste zu erreichen, muss man Steigungen von 12% überwinden, auf einer einspurigen Straße. Dazu kommen dann noch heftigste Gegenwinde. Das alles schaffte ich im ersten Gang, aber selbst da wurde die Drehzahl geringer, wenn der Wind frontal auf mich zu kam. Hätte ich anhalten müssen, ich hätte nicht anfahren oder wenden können..

Als ich dann endlich die Steigung geschafft hatte und auf die Schotterpiste fahren wollte, musste ich entsetzt feststellen, dass diese Straße gesperrt war. Also den ganzen Berg wieder herunter. Wenigstens für die Aussicht hat sich die Plackerei gelohnt. So ging es dann mit einem riesen Umweg um die Berge herum nach Rodalquilar, wo eine stillgelegte und voll zugängliche Goldmine liegt. 
Im Anschluss ging es dann über einen weiteren Pass auf die sogenannte Ziegenwiese, einem Privatgelände wo zu 99% deutsche Camper überwintern. Den Tipp dort hin zu gehen bekam ich von Sandra und Jürgen, die ich in Cabo de Gata kennenlernte. Dort blieb ich eine Woche und besserte meine Reisekasse mit Haare schneiden auf.  

Hier lernte ich auch Mathy und Zyna von Universal Travel Trade, kurz U.T.T., kennen. Sie machen universelles Handwerk als Reisegewerbe. Ich freue mich schon, euch Ende April, Anfang Mai wieder zu treffen.

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Nerja

Auf dem Weg nach Nerja begegnete ich wieder meinen Mitreisenden Sebastian und Steffi aus Zwickau. Wie oft wir uns wohl noch über den Weg fahren werden?Nerja beherbergt den Balkon Europas, einen Paseo Maritimo, der ins Meer hineinragt, 1885 in Auftrag gegeben von König Alíonso XII.

Klingt erstmal ganz nett, aber der sogenannte Balkon war dann eher ein Balkönchen und absolut unaufregend. Spektakulärer war da schon eher das Aquädukt und die an der Steilküste sich windende Straße Richtung Almeria.

Vor Almeria, auf der Autovia (Autobahn), war dann ein solcher Gegenwind, dass ich mit Müh‘ und Not gerade so 50km/h erreichen konnte. Außerdem ist hier die Landschaft nicht sonderlich schön. Es reiht sich Gewächshaus an Gewächshaus. Eine einzige Plastikwelt in grau und grau, wo das europäische Obst und Gemüse von Sklaven (nichts anderes sind die hier Arbeitenden) angebaut wird.

Málaga, die Zweite

Málaga ist eine wunderschöne Stadt, die mich ein bisschen an Leipzig erinnert. Viele internationale Studenten trifft man hier und die alten Häuser in ihrer Anordnung erinnern an die deutsche Stadt.
Festliche Beleuchtung zum Karneval
Der Paseo Maritimo
Vom Gibralfaro, einem Berg mit einem Castillo in unmittelbarer Nähe der Stadt, hat man einen grandiosen Blick über die Stadt und den Hafen. 


Auch viele Eichhörnchen streunen hier herum. 
Als ich von dem Berg herunter kam, sah ich eine Menschenansammlung und viel Polizisten. Auf die Frage, was denn hier los sei, antwortete ein Polizist mir, dass der spanische König Felipe VI. hier gleich vorbei kommen würde, um ein neues Museum einzuweihen. Als er dann kam, bot sich mir die Gelegenheit ihm die Hand zu schütteln.

Ein ausgesprochen guter Tag war das.

Torremolinos 

Wieder zurück in Marbella, meldete ich mich, wie ausgemacht, bei Karl und er stellte mir eine seiner Wohnungen zur Verfügung. Nach zwei Wochen dort ging es dann weiter nach Fuengirola, wo ich Holger traf, einem Flohmarkthändler, der witzigerweise auch in Pütnitz auf dem großen Ostblocktreffen seine Ware verkauft.

Er gab mir den Tipp, dass in Torremolinos ein Rock’n’Roll Festival ist. Ich war natürlich Feuer und Flamme! Holger kam ebenfalls mit. 
Das Festival mit Namen „Rockin Race Jamboree“ kostete für das Wochenende 70€, zu viel für mich. Glücklicherweise spielten einige Bands auch kostenlos in der Innenstadt von Torremolinos. Dort waren auch einige US-Cars ausgestellt und ich ließ es mir nicht nehmen, mich ganz frech einfach dazu zu stellen. Im nu waren die US-Cars uninteressant und ich war umringt und musste mit Händen und Füßen zig Fragen beantworten. 

Die deutschen Touristen erkannte man immer sofort, denn sie klopften immer an der Außenhaut von Herbert, um sich zu überzeugen, ob das wirklich Plaste ist.
Den Valentinstag verbrachte ich in guter Gesellschaft mit mir selbst… …und später kam noch eine Katze dazu.