Grenze Spanien – Frankreich

Ich habs zurück nach Frankreich geschafft! Endlich! Hat ja auch lange genug gedauert. Vive la France!

Von Lloret de Mar führt eine extrem kurvige Straße, die ich aber jedem Motorradfahrer allerwärmstens empfehlen kann, zur Grenze nach Frankreich. Zu der Straße folgt noch ein Video, sobald es endlich online ist… das dauert. Ihr kennt es..

Spanien

Frankreich
Ich hielt mich gar nicht lange in der Gegend auf, mich zog es weiter. Kilometer wollte ich machen, dem Trieb zum Fahren nachkommen.

So fand ich mich in Narbonne wieder. Ganz hübsches Städtchen mit einem Kanal, der aber extrem dreckig aussah. Baden wollte ich da nicht.

Hier musste ich dann auch einen Zwangsstopp einlegen, denn ich hatte keinen Liter Sprit mehr und nur noch 5€ in der Tasche. Und die Tankstelle akzeptierte nur Kartenzahlung. Ich verfluche Tankautomaten! Und davon gibt es in Frankreich eine Menge. Glücklicherweise war in der Nähe ein Caravan-Stellplatz, wo ich sogleich meine Friseurtätigkeit aufnahm und nach nur drei Tagen hatte ich wieder genug Geld um vollzutanken (ein freundlicher Herr bezahlte für mich mit Karte und ich gab ihm das Geld in Bar) und mir etwas zu essen zu kaufen.

Anschließend ging es weiter gen Norden.

Ich schreibe euch aktuell aus Avignon, doch ein Stopp liegt noch zwischen mir und Narbonne. Die Bilder sind aber noch auf der Kamera und die liegt gerade im Auto, also außer Reichweite, denn ich genieße gerade in einem Café die warme Frühlingssonne.

Ihr werdet euch also noch ein paar Tage gedulden müssen 😉

Lloret de Mar nach Sant Feliu

MOTORRADFAHRER AUFGEPASST!!!

Hier seht ihr eine sehr empfehlenswerte Strecke, falls es euch mal nach Spanien zieht.
Ich weiß, das Video ist lang, aber es lohnt sich 🙂

https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FTeddybirdflo%2Fvideos%2F1431035313626387%2F&show_text=0&width=560

Pals

Pals ist ein wunderschönes Dorf mit einem vollständig erhaltenen mittelalterlichen Dorfkern. Man kann das Alter des Dorfes auf das 9. Jahrhundert zurückdatieren und genau so fühlt es sich auch an, wenn man dort durch die Gassen schlendert. Überall sind gut bis sehr gut erhaltene historische Gebäude, aber seht selbst!


Benicarló

Kaum habe ich Valencia hinter mir gelassen, da war ich auch schon in Benicarló, wo ich einen weiteren Trabifahrer traf, David.

Seine Freundin führt ein Restaurant, deshalb würde ich dort auch gleich zum Essen eingeladen. Die besten Bürger in Spanien gibt es dort! La Bodegueta heißt das Restaurant übrigens, wenn ihr mal spontan in Spanien seid und Hunger habt!

Links die Köchin (die ausgesprochen gutes Englisch spricht), rechts die Freundin von David.

Bei der Gelegenheit schnitt ich ihm auch gleich die Haare. 

Valencia & Fallas

Zurück in Valencia fuhr ich wieder in den Vorort, wo ich im Oktober zufällig den anderen Trabi  traf. Kurz herumgefragt, wo denn der Besitzer Vicente wohne (so ein Auto erzeugt enorm Aufmerksamkeit, da weiß man, wo die Pappenheimer wohnen), stand ich dann auch schon vor seiner Tür.

Seine Pappe, leistungsgesteigert und 130-140km/h schnell
Doch widmen wir uns zuerst Valencia und der Fallas, wegen der ich ursprünglich zu diesem Zeitpunkt hier her wollte. Das Naturwissenschaftsmuseum Príncipe Felipe

L’Agora, Assut de l’Or Brücke und das Naturwissenschaftsmuseum (v.l.n.r)
„Fallas ist ein Frühlingsfest, das jedes Jahr vom 15. – 19. April in der Communidad Valencia stattfindet. Hauptattraktion sind teils haushohe Skulpturen aus Pappmaché und Holz, die am letzten Tag feierlich angezündet werden. Sie heißen ebenfalls Fallas und haben dem Fest seinen Namen gegeben“ (Wikipedia)

Fallas kann man also quasi als eine Mischung von Karneval und Winterverbrennung betrachten, zumal die Figuren teilweise auch einen politischen Charakter haben.

Ich will euch jetzt aber nicht zu sehr mit Details belasten, sondern euch mit Bildern beglücken.


Überall in der Stadt ist Musik und Umzüge mit traditionellen spanischen Trachten, es duftet überall nach Churros und sonstigen Leckereien, einfach einmalig!

Zufälligerweise fällt der St. Patricksday mit der Fallas zusammen und man traf eine Menge super netter Menschen. 

Am letzten Tag wird die Verbrennung der Fallas mit einem bombastischen Feuerwerk eingeleitet.


Zurück bei Vicente, er ist Mitglied im Oldtimerclub „Hortclassic„, lud er mich zu einem Treffen des Vereins ein. Dort war eine 6-Köpfige Familie aus Chile, die seit 16 Jahren mit einem 80 Jahre alten Auto durch die Welt fährt. Diese haben dort einen Reisevortrag gehalten. Trotz allem habe ich allergrößten Respekt bei einem solchen Unterfangen! Zumal die Wartungsarbeiten und Ersatzteilbeschaffung ein Vielfaches von dem meiner kleinen Pappe sind! Wer gerne mehr darüber lesen will, hier ist ein Link zu deren Homepage –> www.argentinaalaska.com

 Mangels Spanischkenntnisse verstand ich leider relativ wenig, aber es war trotzdem ein wunderschöner Abend.

Gestern geleitete mich Vicente aus Valencia und heute fangen neue Abenteuer an!

Font Salada

In Font Salada, zu deutsch, salzige Quelle, bin ich rein zufällig, per Mundpropaganda in Benidorm, gelandet.

Trabant vor der Skyline Benidorms

Eigentlich wollte ich dort nur ein oder zwei Nächte bleiben, daraus wurde dann jedoch eine Woche, weil es wirklich ein traumhaftes Fleckchen ist und kaum Touristen dort sind. Nebenbei lief mein Friseurgeschäft auch ganz gut.
Das Wasser hat warme 25°C, die mir aber ziemlich kalt vorkamen, weil es mindestens 30°C oder noch mehr Außentemperatur hatte und es ist auch nur leicht salzig. Zum Kochen absolut geeignet. Da spart man sogar noch das Salz fürs Nudelwasser.
Muchas Gracias, Carla! ❤
In diesem Sinne ging es weiter nach Valencia zur Fallas!

Seid gespannt!

Cabo de Gata

Cabo de Gata werde ich niemals mehr vergessen.Diese Subwüste, in der viele Spaghettiwestern mit Bud Spencer&Terrence Hill, aber auch Hollywoodgrößen wie Indiana Jones gedreht wurden ist auf jeden Fall eine Reise wert. Insbesondere die Wüste Tabernas, der trockenste Ort in ganz Europa. Dort steht auch noch eine Fort-Filmkulisse. Tabernas habe ich nicht besucht, sollte ich aber mal wieder hier her kommen, werde ich das auf jeden Fall nachholen.
Ich war in Cabo de Gata, das weiter südlich und am Meer gelegen ist. Von dort geht eine Straße am Meer entlang, die dann in eine Schotterpiste mündet und nach San José führt. Um diese Schotterpiste zu erreichen, muss man Steigungen von 12% überwinden, auf einer einspurigen Straße. Dazu kommen dann noch heftigste Gegenwinde. Das alles schaffte ich im ersten Gang, aber selbst da wurde die Drehzahl geringer, wenn der Wind frontal auf mich zu kam. Hätte ich anhalten müssen, ich hätte nicht anfahren oder wenden können..

Als ich dann endlich die Steigung geschafft hatte und auf die Schotterpiste fahren wollte, musste ich entsetzt feststellen, dass diese Straße gesperrt war. Also den ganzen Berg wieder herunter. Wenigstens für die Aussicht hat sich die Plackerei gelohnt. So ging es dann mit einem riesen Umweg um die Berge herum nach Rodalquilar, wo eine stillgelegte und voll zugängliche Goldmine liegt. 
Im Anschluss ging es dann über einen weiteren Pass auf die sogenannte Ziegenwiese, einem Privatgelände wo zu 99% deutsche Camper überwintern. Den Tipp dort hin zu gehen bekam ich von Sandra und Jürgen, die ich in Cabo de Gata kennenlernte. Dort blieb ich eine Woche und besserte meine Reisekasse mit Haare schneiden auf.  

Hier lernte ich auch Mathy und Zyna von Universal Travel Trade, kurz U.T.T., kennen. Sie machen universelles Handwerk als Reisegewerbe. Ich freue mich schon, euch Ende April, Anfang Mai wieder zu treffen.

Nerja

Auf dem Weg nach Nerja begegnete ich wieder meinen Mitreisenden Sebastian und Steffi aus Zwickau. Wie oft wir uns wohl noch über den Weg fahren werden?Nerja beherbergt den Balkon Europas, einen Paseo Maritimo, der ins Meer hineinragt, 1885 in Auftrag gegeben von König Alíonso XII.

Klingt erstmal ganz nett, aber der sogenannte Balkon war dann eher ein Balkönchen und absolut unaufregend. Spektakulärer war da schon eher das Aquädukt und die an der Steilküste sich windende Straße Richtung Almeria.

Vor Almeria, auf der Autovia (Autobahn), war dann ein solcher Gegenwind, dass ich mit Müh‘ und Not gerade so 50km/h erreichen konnte. Außerdem ist hier die Landschaft nicht sonderlich schön. Es reiht sich Gewächshaus an Gewächshaus. Eine einzige Plastikwelt in grau und grau, wo das europäische Obst und Gemüse von Sklaven (nichts anderes sind die hier Arbeitenden) angebaut wird.

Málaga, die Zweite

Málaga ist eine wunderschöne Stadt, die mich ein bisschen an Leipzig erinnert. Viele internationale Studenten trifft man hier und die alten Häuser in ihrer Anordnung erinnern an die deutsche Stadt.
Festliche Beleuchtung zum Karneval
Der Paseo Maritimo
Vom Gibralfaro, einem Berg mit einem Castillo in unmittelbarer Nähe der Stadt, hat man einen grandiosen Blick über die Stadt und den Hafen. 


Auch viele Eichhörnchen streunen hier herum. 
Als ich von dem Berg herunter kam, sah ich eine Menschenansammlung und viel Polizisten. Auf die Frage, was denn hier los sei, antwortete ein Polizist mir, dass der spanische König Felipe VI. hier gleich vorbei kommen würde, um ein neues Museum einzuweihen. Als er dann kam, bot sich mir die Gelegenheit ihm die Hand zu schütteln.

Ein ausgesprochen guter Tag war das.

Torremolinos 

Wieder zurück in Marbella, meldete ich mich, wie ausgemacht, bei Karl und er stellte mir eine seiner Wohnungen zur Verfügung. Nach zwei Wochen dort ging es dann weiter nach Fuengirola, wo ich Holger traf, einem Flohmarkthändler, der witzigerweise auch in Pütnitz auf dem großen Ostblocktreffen seine Ware verkauft.

Er gab mir den Tipp, dass in Torremolinos ein Rock’n’Roll Festival ist. Ich war natürlich Feuer und Flamme! Holger kam ebenfalls mit. 
Das Festival mit Namen „Rockin Race Jamboree“ kostete für das Wochenende 70€, zu viel für mich. Glücklicherweise spielten einige Bands auch kostenlos in der Innenstadt von Torremolinos. Dort waren auch einige US-Cars ausgestellt und ich ließ es mir nicht nehmen, mich ganz frech einfach dazu zu stellen. Im nu waren die US-Cars uninteressant und ich war umringt und musste mit Händen und Füßen zig Fragen beantworten. 

Die deutschen Touristen erkannte man immer sofort, denn sie klopften immer an der Außenhaut von Herbert, um sich zu überzeugen, ob das wirklich Plaste ist.
Den Valentinstag verbrachte ich in guter Gesellschaft mit mir selbst… …und später kam noch eine Katze dazu.