Tarifa

Kaum bin ich wieder in Spanien, bin ich auch schon wieder in Tarifa, mit seinen berühmten Surferstränden. Das hat auch seinen Grund, denn es ist extrem windig hier!Zumindest fast erreichte ich Tarifa. Wenige Kilometer vor der Tankstelle ging mir der Sprit aus und der Kanister war auch leer. So ein Mist!

Glücklicherweise kam ein polnisches Pärchen mit einem Audi Coupé vorbei, die mich bis zur Tankstelle mitnahmen und auch wieder zu meinem Herbert zurück brachten.
Vor Tarifa ist eine kleine Insel, die man über einen Wall erreichen kann. Durch die starken Winde und den Seegang kommt man aber keineswegs trockenen Fußes dort drüben an. Wenn man dann wieder zurück am Festland ist, wird man statt mit Wasser dann mit Sand gepeinigt. Ich kam mir wie geteert und gefedert vor.

Weiter geht’s dann Richtung Gibraltar. Um dort hinzugelangen muss man über ein paar Berge. Dazu gibt’s hier ein kleines Video:

Oben angekommen hat man eine berauschende Sicht und man kann bis nach Afrika schauen.

Marbella

Bei meinem Couchsurfer angekommen, nahm ich erstmal eine ausgiebige Dusche. Die Letzte lag schon ein paar Tage zurück und aufgrund des herrlichen Wetters begann ich schon langsam etwas zu stinken.Frank war mein Couchsurfer Host, deutscher und seit 16 Jahren in Marbella ansässig.

Da ich beabsichtigte länger hier zu bleiben half ich ihm im Haushalt und bei anderen Arbeiten im und ums Haus. 

Ein großes Plus war der Pool, den er im Garten hat. Wo kann man denn schon im November draußen gemütlich ein Bad nehmen?
Er hat auch zwei Kampfhunde (Chicka und Leika), die sich aber als permanente Kampfkuschler entpuppten und aufs Wort gehorchen.  
Wir unternahmen auch einige Ausflüge ins Campo (Hinterland), von wo aus man bis nach Gibraltar und bei guter Sicht sogar Afrika sehen kann. 
Bei Frank wechselte ich auch meine Bremsen, denn die permanente Beanspruchung in Schottland, den Pyrenäen und der Sierra Nevada haben den Pedalweg enorm verlängert, sodass es Zeit war. 
Marbella selbst ist im Winter ein relativ verschlafenes Nest mit viele hübschen und engen Gassen. 
Puerto Banús ist ein Stadtteil von Marbella, in dem die „schönen“ und reichen Leute ihre Ferraris und Oldtimer zur Schau stellen. Ich hab‘ es mir natürlich nicht nehmen lassen, meine Pappe da auch mal hinzustellen. Im nu waren die ganzen teuren Autos ausgestochen, denn so etwas exotisches, wie einen Trabi hat man hier noch nicht gesehen. 
Dann kam eines Tages ein schweres Unwetter. Für deutsche Verhältnisse war das ein stärkeres Gewitter, hier aber ging die Welt unter. Gullydeckel wurden hochgedrückt,
Strände weggespült

und selbst auf den Autobahnen gab es regelrechte Seen durch die ich im Kielwasser von LKW’s und Wohnmobilen halbwegs trocken durchquerte.
Durch Frank lernte ich auch einen seiner Nachbarn, Holger, kennen, der mehrfacher Weltumsegler ist. Bei dem ein oder anderen Besuch und sehr netten Gesprächen gaben seine Frau und er mir viele Tipps auf den Weg und wo ich in Portugal halt machen solle.
 Holger links, Frank rechts

Frank arbeitet als Computerdoktor in Marbella und übertrug mir einfache Aufträge, auf die er keine Lust hatte, sodass ich mir ein bisschen Geld für die Reise dazuverdienen konnte. So lernte ich Karl Szöcs kennen, der in und um Marbella Ferienwohnungen vermietet. Er sagte mir, ich solle mich bei ihm melden, sobald ich wieder in der Gegend sei.
Nach und nach stellte sich heraus, dass Frank ein frauenverachtender, rassistischer Islamhasser ist und er unsere Gespräche immer und immer wieder in diese Bahn lenkte um mich zu „bekehren“. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich musste weiter. Nächstes Ziel: Portugal!

Málaga 

Kaum hab ich Granada verlassen ging es auf nach Málaga, wo ich aber nur ein paar Tage blieb. Dort spielte ich Geige in der Fußgängerzone, um mir etwas Geld dazuzuverdienen, denn ich war schon annähernd Pleite, um dann weiter nach Marbella zu fahren, denn dort hatte ich einen Couchsurfer Host. (Couchsurfing ist eine Plattform, bei der man kostenlos seine Couch zum Übernachten zur Verfügung stellt –> Couchsurfing.com)

Bilder von Málaga habe ich keine gemacht, was einen Frevel darstellt!

Da ich aber nochmal nach Málaga kommen werde, hole ich das alles nach 🙂

Granada und Las Fuentes del Algar

Mein nächster Stop waren die Wasserfälle von Algar, oder auf spanisch „Las Fuentes del Algar“. Das sind eine Reihe von natürlichen Wasserfällen, nur 15 km von Benidorm entfernt.

Man kann darin sogar baden, wenn einem das Wasser nicht zu kalt ist. Und ich kann euch sagen, das Wasser ist SEHR kalt!foto-18-10-16-17-20-41foto-18-10-16-17-07-10foto-18-10-16-16-51-53

 

Anschließend ging es weiter nach Granada.

Hätte mir jemals einer gesagt, dass man da durch die Sierra Nevada muss, ich wäre da nie nie nie lang gefahren.

Die Sierra Nevada (zu deutsch: schneebedecktes Gebirge) ist das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel. Darüber führt eine Autobahn, die ich auch gefahren bin. Allerdings hat diese Autobahn eine derartige Steigung, dass ich eigentlich nur 30km/h im 2. Gang fahren konnte. Zum Glück war es Nacht und es gab auch kaum Verkehr.

Wo es aber hoch geht, geht es auf der anderen Seite wieder runter, denn Granada liegt in einem Talkessel. Die Autobahnausfahrt für Granada ist aber oben in den Bergen. Die Straße runter ist sehr abeneuerlich und mehr als einmal wurde das Bremspedal gefährlich weich, sodass ich des Öfteren eine kleine Pause machen musste, um die Bremsen wieder abkühlen zu lassen.foto-20-10-16-18-12-44 Obwohl mein kleiner Anhänger nur etwa 200-250 Kilo wiegt, hat er enorm geschoben.

Die ganze Tortur hat sich aber gelohnt, denn Granada ist wunderwunderschön!foto-20-10-16-11-48-34foto-20-10-16-12-15-40foto-20-10-16-12-09-56foto-20-10-16-11-57-02

In der berühmten Alhambra war ich leider nicht, denn zu diesem Zeitpunkt fing mir an, das Geld auszugehen. Außerdem musste man die Karten einen Tag vorher bestellen, für 15€! Das war mir dann doch etwas zu teuer.

Valencia

Ahoi!

Da ich den Blog leider in letzter Zeit etwas verachlässigt habe, gibt es in den folgenden Tagen massig Updates!

Ende Oktober: Spanien erreicht und Saragossa hinter mir gelassen, ging es durch das aragonische Hinterland nach Valencia.

foto-14-10-16-13-32-38Kleine Gassen…foto-14-10-16-13-42-40

… und unendliche Weiten gibt es dort zu bestaunen.

foto-14-10-16-14-01-17

Was besonders auffällt, ist die Finanzkrise. Überall gibt es verlassene Häuser und Industriebrachen.

In Valencia angekommen, einen schönen Parkplatz gefunden, ging ich am nächsten Tag zu Fuß in die Stadt. An einem Kreisel traute ich meinen Augen und Ohren nicht. Fährt da doch einfach ein Trabi an mir vorbei! Mit spanischen Nummernschildern!

Es sollte sich herausstellen, dass der Fahrer, Vicente, in der Nähe meines Parkplatzes wohnt. Persönlich getroffen hatten wir uns nicht, aber das holen wir nach, wenn ich wieder nach Valencia komme.foto-16-10-16-18-26-15

España

Geschafft! Spanien!

Erstmal auf nen Rastplatz und Mittagspause machen, danach ging es weiter bis nach Pamplona, wo ich eigentlich nur kurz verweilen wollte, aber dann einen Soundcheck hörte. Also hab ich sofort danach Ausschau gehalten, wo das Konzert ist und was dort gespielt wird. Zu meiner Überraschung war es eine Blues Brothers Coverband (eine meiner Lieblingsbands), die sogar ziemlich gut waren.

Nachts um 12 fuhr ich dann aber weiter, denn spanische Städte sind nachts !sehr! laut! An schlafen war hier gar nicht zu denken.

Am nächsten Morgen schaute ich mich um, wo ich denn überhaupt gelandet war.

Ein sehr kleines Kaff, aber mit Caravan-Stellplatz und einer großen Überraschung.

Hinter meinem Auto war der Berg durchlöchert wie ein Schweizer Käse, Höhlenwohnungen.img_6726

Einige waren sehr heruntergekommen, andere schön restauriert.

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