Der Blog

Granada und Las Fuentes del Algar

Mein nächster Stop waren die Wasserfälle von Algar, oder auf spanisch „Las Fuentes del Algar“. Das sind eine Reihe von natürlichen Wasserfällen, nur 15 km von Benidorm entfernt.

Man kann darin sogar baden, wenn einem das Wasser nicht zu kalt ist. Und ich kann euch sagen, das Wasser ist SEHR kalt!foto-18-10-16-17-20-41foto-18-10-16-17-07-10foto-18-10-16-16-51-53

 

Anschließend ging es weiter nach Granada.

Hätte mir jemals einer gesagt, dass man da durch die Sierra Nevada muss, ich wäre da nie nie nie lang gefahren.

Die Sierra Nevada (zu deutsch: schneebedecktes Gebirge) ist das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel. Darüber führt eine Autobahn, die ich auch gefahren bin. Allerdings hat diese Autobahn eine derartige Steigung, dass ich eigentlich nur 30km/h im 2. Gang fahren konnte. Zum Glück war es Nacht und es gab auch kaum Verkehr.

Wo es aber hoch geht, geht es auf der anderen Seite wieder runter, denn Granada liegt in einem Talkessel. Die Autobahnausfahrt für Granada ist aber oben in den Bergen. Die Straße runter ist sehr abeneuerlich und mehr als einmal wurde das Bremspedal gefährlich weich, sodass ich des Öfteren eine kleine Pause machen musste, um die Bremsen wieder abkühlen zu lassen.foto-20-10-16-18-12-44 Obwohl mein kleiner Anhänger nur etwa 200-250 Kilo wiegt, hat er enorm geschoben.

Die ganze Tortur hat sich aber gelohnt, denn Granada ist wunderwunderschön!foto-20-10-16-11-48-34foto-20-10-16-12-15-40foto-20-10-16-12-09-56foto-20-10-16-11-57-02

In der berühmten Alhambra war ich leider nicht, denn zu diesem Zeitpunkt fing mir an, das Geld auszugehen. Außerdem musste man die Karten einen Tag vorher bestellen, für 15€! Das war mir dann doch etwas zu teuer.

Valencia

Ahoi!

Da ich den Blog leider in letzter Zeit etwas verachlässigt habe, gibt es in den folgenden Tagen massig Updates!

Ende Oktober: Spanien erreicht und Saragossa hinter mir gelassen, ging es durch das aragonische Hinterland nach Valencia.

foto-14-10-16-13-32-38Kleine Gassen…foto-14-10-16-13-42-40

… und unendliche Weiten gibt es dort zu bestaunen.

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Was besonders auffällt, ist die Finanzkrise. Überall gibt es verlassene Häuser und Industriebrachen.

In Valencia angekommen, einen schönen Parkplatz gefunden, ging ich am nächsten Tag zu Fuß in die Stadt. An einem Kreisel traute ich meinen Augen und Ohren nicht. Fährt da doch einfach ein Trabi an mir vorbei! Mit spanischen Nummernschildern!

Es sollte sich herausstellen, dass der Fahrer, Vicente, in der Nähe meines Parkplatzes wohnt. Persönlich getroffen hatten wir uns nicht, aber das holen wir nach, wenn ich wieder nach Valencia komme.foto-16-10-16-18-26-15

España

Geschafft! Spanien!

Erstmal auf nen Rastplatz und Mittagspause machen, danach ging es weiter bis nach Pamplona, wo ich eigentlich nur kurz verweilen wollte, aber dann einen Soundcheck hörte. Also hab ich sofort danach Ausschau gehalten, wo das Konzert ist und was dort gespielt wird. Zu meiner Überraschung war es eine Blues Brothers Coverband (eine meiner Lieblingsbands), die sogar ziemlich gut waren.

Nachts um 12 fuhr ich dann aber weiter, denn spanische Städte sind nachts !sehr! laut! An schlafen war hier gar nicht zu denken.

Am nächsten Morgen schaute ich mich um, wo ich denn überhaupt gelandet war.

Ein sehr kleines Kaff, aber mit Caravan-Stellplatz und einer großen Überraschung.

Hinter meinem Auto war der Berg durchlöchert wie ein Schweizer Käse, Höhlenwohnungen.img_6726

Einige waren sehr heruntergekommen, andere schön restauriert.

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Panne Nr. 2

Eigentlich sollte dieser Beitrag ein schöner Beitrag mit vielen tollen Bildern vom Meer werden.

Daraus wird jedoch nix.

Bei einer Rundumsicht am Motor fiel mir auf, dass ein Stehbolzen am Zylinder gebrochen war. Soweit nichts schlimmes.

In einer Werkstatt bekam ich einen passenden und macht mich gleich ans Werk.

Rechts, das ist der Übeltäter.

Als ich den Zylinder ausbauen wollte, traf mich der Schreck. Katastrophe! Zylinder gebrochen.

Die Werkstatt, bei der ich unterkam, hatte die Idee, den Zylinder mit Loctite EA3455 zu kleben. Ich war da sehr skeptisch.

(Nachtrag vom 5.1.2017)

Ich bin jetzt seit über 3000km mit dieser geklebten Lösung unterwegs und hatte keine Probleme. Ich kann dieses Teufelszeug deshalb wärmstens empfehlen!!

Südfrankreich und Dune du Pilat

Ahoi, endlich habe ich mal Zeit gefunden, den Blog weiter zu schreiben.

Vor meiner zweiten Panne war ich in Südfrankreich, genauer gesagt in Biarritz.

Felsige Küste und Strand im Wechsel mit wunderschönen Kiefernwäldern prägen die Landschaft. 

Das eigentliche Highlight ist aber die Dune du Pilat in der Nähe von Bordeaux!

Mit 110 Metern Höhe und 3km Breite ist sie die größte Wanderdüne Europas.



Weiter geht’s!

Monsieur Pariguet ist ein Mann, der sein Handwerk versteht.

Nachdem er einen Blick auf mein Problem geworden hatte, wusste er auch schon, was zu tun ist.

Gewinde aufbohren, Helicoil rein, Zündkerze rein und weiter geht’s.

Es gibt wohl auch Werkstattmeister, die keine Pfuscher sind. 😉

Panne Nr. 1

Angekommen in Rouen, an einer Ampel gestanden, wollte ich losfahren, auf einmal macht es PENG!!! Panne!

Motordeckel auf und reingeschaut.

Wo eigentlich 2 Zündkerzen sein sollten war nur noch eine.

Beim Wiederreinschrauben fällt mir auf, dass das Gewinde vom Zylinderkopf im Eimer ist.

Also auf einem Zylinder zur nächsten Werkstatt gezuckelt und mit dem Werkstattchef gesprochen. Morgen weiß ich mehr.

Gastfreundschaft

Mitte August lernte ich in der Nähe des Stansted Airports auf einem Campingplatz ein älteres Ehepaar kennen, wir verstanden uns auf Anhieb. Deshalb beschloss ich, auf dem Rückweg einen Abstecher bei Ihnen zu Hause zu machen.

Gesagt, getan. Aus dem Abstecher wurde letztendlich eine ganze geschlagene Woche!!

Als ich dort ankam, wurde gleich die ganze Familie herbeigetrommelt, dass ich alle kennenlerne.

Eigentlich war meine Absicht, nur ein paar Tage zu bleiben, was aber nicht gelang, denn sie ließen mich praktisch nicht gehen, denn sie integrierten mich gleich in ihr Familienleben.

Ich habe selten eine so gut harmonierende Familie kennengelernt und würde am liebsten noch länger bleiben, aber dann schaffe ich nicht mehr rechtzeitig nach Spanien. 😁

Richard und Audrey, ich danke euch von ganzem Herzen für alles. ❤️

Gavin(Sohn), Richard, Alli, Audrey und die Freundin von Gavin. Hailey, die Tochter, konnte zum Foto leider nicht kommen.
Für mich geht’s nun weiter nach Dover und dann weiter nach Bordeaux, der Sonne hinterher.

Die Highlands

Wo fange ich da am besten an..

Die Landschaft ist atemberaubend. Hohe Berge, tiefe Täler, Regen, Sonne, Regen, Sonne,…, sehr saubere Luft, neugierige Einheimische, Touristen über Touristen…

Um mit dem Regen anzufangen:

Erinnert etwas an die Route 66

Herbert vor Ben Nevis, dem höchsten Berg vom Vereinigten Königreich

Kriegerdenkmal am Ben Nevis

Caledonian Chanal

Schleusentreppe in Fort Augustus, Loch Ness

Eilean Donan Castle, Hauptquartier des MI6 in James Bond, „Die Welt ist nicht genug“

Sonnenuntergang bei Kyleakin, Brücke auf die Isle of Skye

Hafen von Kyleakin

Brücke nach Isle of Skye

Schiffswracks in einer verlassenen Bucht

Fähre von der Isle of Skye nach Mallaig

Angekommen in Mallaig, stand da ein Wohnmobil mit Chemnitzer Kennzeichen, der Fahrer, ein älterer Herr, sprang heraus, die Daumen nach oben gestreckt und rief: „STARK, MANN! ECHT STARK!

Hogwartsexpress auf dem Glenfinnan Viadukt (Für jeden der das auch erleben will, zwischen 15 und 15.30 Uhr fährt der da vorbei)

Das ist Maike, sie ist 18 und fährt mit einer 125er Yamaha mit 10PS durch ganz U.K. Ich drück dir die Daumen, dass du nur schönes Wetter hast und immer eine Handbreit Sprit im Tank! Ich ziehe meinen Hut!


Angekommen in Fort Williams hatte mein Trabi mal wieder mächtig Durst, eine Tankstelle war schnell gefunden und getankt war auch recht zügig. Eenszufufftsch natürlich. An der Kasse dann der absolute SUPERGAU! Karte geht nicht und kein Bares dabei. Schuldschein ausgestellt bekommen und sofort den nächsten freien Hotspot gesucht. Ein Blick aufs Konto offenbarte das Befürchtete. 20€ und paar gequetschte. Zum Glück gibt’s nen Dispo, der auch schnell genehmigt wurde. Number26 ist echt ein empfehlenswertes Konto!

Nach England ging es dann im Laufschritt, auf Suche nach Arbeit, dass ich bald wieder zurück aufs europäische Festland zu meinem geliebten Rechtsverkehr kommen kann.

Falls mich spontan jemand besuchen möchte, der Flughafen Stansted ist keine 5 Minuten von mir entfernt 😛 ich werd hier wohl noch ein paar Tage bleiben. 😉