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Gibraltar

Silvester in Gibraltar ist absolut eine Reise wert!

Mit AC/DC – Thunderstruck auf dem großen Marktplatz in Gibraltar ins neue Jahr rutschen macht definitiv richtig viel Laune! Live-Show mit verschiedenen Künstlern und riesengroßem Feuerwerk inklusive!

Ansonsten ist Gibraltar ein extremer Kontrast zu Spanien. Die Leute hier sind 1000x freundlicher und natürlich auch viel wohlhabender.


Auf den berühmten Affenberg war ich leider nicht, aber der rennt mir ja nicht weg. 

Die Sicht nach Afrika ist von Gibraltar noch atemberaubender als von Tarifa.

Und zu guter letzt hab ich noch ein kleines Video, wie es durch den Berg geht.

Tarifa

Kaum bin ich wieder in Spanien, bin ich auch schon wieder in Tarifa, mit seinen berühmten Surferstränden. Das hat auch seinen Grund, denn es ist extrem windig hier!Zumindest fast erreichte ich Tarifa. Wenige Kilometer vor der Tankstelle ging mir der Sprit aus und der Kanister war auch leer. So ein Mist!

Glücklicherweise kam ein polnisches Pärchen mit einem Audi Coupé vorbei, die mich bis zur Tankstelle mitnahmen und auch wieder zu meinem Herbert zurück brachten.
Vor Tarifa ist eine kleine Insel, die man über einen Wall erreichen kann. Durch die starken Winde und den Seegang kommt man aber keineswegs trockenen Fußes dort drüben an. Wenn man dann wieder zurück am Festland ist, wird man statt mit Wasser dann mit Sand gepeinigt. Ich kam mir wie geteert und gefedert vor.

Weiter geht’s dann Richtung Gibraltar. Um dort hinzugelangen muss man über ein paar Berge. Dazu gibt’s hier ein kleines Video:

Oben angekommen hat man eine berauschende Sicht und man kann bis nach Afrika schauen.

Castro Marim

Castro Marim ist eine Kleinstadt, nahe der spanischen Grenze. 
Hier findet man die Älteste, von den Mauren gebaute Burg. Sie entstand 711 v. Chr.

1277 wurde um die schon bestehende Burg eine weitere gebaut, von König D.Alfonso III. So kann man nun zwei Burgen aus unterschiedlichen Zeiten bestaunen. 


Von dort aus hat man eine atemberaubende Sicht auf die Große Brücke nach Spanien. 

Carrapateira

Der Platz, von dem mir Holger aus Marbella erzählt hatte, war eine Wucht!
Der Platz ist in der Nähe einer Lagune und einem riesengroßen, feinstem Sandstrand, bei dem man meinen könnte, man steht in einer Wüste, gelegen. 


Eigentlich wollte ich hier nur zwei Tage bleiben, aus denen dann zwei Wochen wurden.

Das lag hauptsächlich an den netten Leuten, die hier anzutreffen waren, hauptsächlich Deutsche.


Eines Tages kam ein weiteres Wohnmobil dazu und es stellte sich heraus, dass es die Zwickauer Sebastian und Steffi von „Arbeiten Unterwegs“ waren, deren Womo ich schon bei Bordeaux an der Dune du Pilat gesehen hatte. Sie hatten mir damals eine Nachricht am Trabi hinterlassen und wir standen sporadisch in Kontakt. Umso überraschter waren wir, als wir uns dann zufällig in Carrapateira wieder trafen. 

Meinen Geburtstag feierte ich hier auf dem Platz. Annika, die mit ihrem Freund Stuart, auch einem Zweitaktverrückten, ebenfalls längere Zeit unterwegs ist, backte mir sogar einen Kuchen.
Nachts war es außerordentlich frisch und durch die Gischt zog meine Baumwollbettdecke Feuchtigkeit und wurde richtig unangenehm klamm. Dafür war der Sternenhimmel so klar, wie nirgendwo sonst.
In der Nähe ist das Kap Cabo São Vicente, wo auch die „letzte Currywurst vor Amerika“ zu bekommen ist, außer in der Nebensaison. Schade.

Ein Ausgleich dazu aber war der atemberaubende Sonnenuntergang, den ich dort mit Freunden aus Carrapateira genoss.

Zambujera do Mar

Hier bin ich eigentlich nur ganz zufällig gelandet, weil ich an der Küste entlang fahren wollte, die Hauptstraße aber irgendwann ins Inland abbiegt, nahm ich kleine Nebenstraßen und landete in Zambujera do Mar. 

Strände, die man weder vom Land, noch vom Meer aus erreichen kann, weil keine Treppe die Steilküste herunter führt und überall gefährliche Riffe sind. 

Die Strände, die man erreicht, sind ein absoluter Traum. Feinster Sand und Naturstrand. In Spanien sind selbst die bearbeiteten Strände nicht einmal halb so schön.
Überhaupt gibt es in Portugal an der Atlantikküste kaum Tourismus, vor allem keine Bettenburgen, sodass man die unberührte Natur in vollen Zügen genießen kann.

Kein Vergleich zu Spanien, wo jeder Quadratzentimeter Küste bebaut ist..

Roadtrip nach Portugal

Hier kommt ein großer Sprung, denn ich wollte einfach nur noch nach Portugal. Die schönen Städte auf dem Weg dorthin laufen mir bis zum Rückweg ja nicht weg. 😛

 

 

Portugal ist ein sehr, sehr schönes Land mit äußerst gastfreundlichen und netten Menschen. Ein regelrechter Kontrast zu Spanien. 

Die Straßen sind in außerordentlich schlechtem Zustand, DDR-Standard würde ich behaupten, und man sieht viele alte Autos und Menschen auf Uralten Mopeds und klapprigen Fahrrädern.

Im Gegenzug dazu ist die Landschaft geradezu betörend schön…

Auf einmal rumpelt und schleift es und der Motor hört sich auf einmal auch viel sportlicher an. Diagnose: Auspuff ab.

Zum Glück nur das Endrohr. Da trifft mal wieder der berühmte Spruch zu „Haste Hammer, Zange, Draht, kommst bis nach Stalingrad.“

Im Nu war der Auspuff wieder gesichert und es ging weiter zur nächsten Werkstatt. 

Mein Schweißer war glücklicherweise Rumäne, der wahrscheinlich nicht geglaubt hat, jemals wieder an einem Trabi zu schrauben. Er richtete mir meinen gesamten Auspuff und jetzt ist mein Herbert noch leiser als vorher. Chapeau!

Marbella

Bei meinem Couchsurfer angekommen, nahm ich erstmal eine ausgiebige Dusche. Die Letzte lag schon ein paar Tage zurück und aufgrund des herrlichen Wetters begann ich schon langsam etwas zu stinken.Frank war mein Couchsurfer Host, deutscher und seit 16 Jahren in Marbella ansässig.

Da ich beabsichtigte länger hier zu bleiben half ich ihm im Haushalt und bei anderen Arbeiten im und ums Haus. 

Ein großes Plus war der Pool, den er im Garten hat. Wo kann man denn schon im November draußen gemütlich ein Bad nehmen?
Er hat auch zwei Kampfhunde (Chicka und Leika), die sich aber als permanente Kampfkuschler entpuppten und aufs Wort gehorchen.  
Wir unternahmen auch einige Ausflüge ins Campo (Hinterland), von wo aus man bis nach Gibraltar und bei guter Sicht sogar Afrika sehen kann. 
Bei Frank wechselte ich auch meine Bremsen, denn die permanente Beanspruchung in Schottland, den Pyrenäen und der Sierra Nevada haben den Pedalweg enorm verlängert, sodass es Zeit war. 
Marbella selbst ist im Winter ein relativ verschlafenes Nest mit viele hübschen und engen Gassen. 
Puerto Banús ist ein Stadtteil von Marbella, in dem die „schönen“ und reichen Leute ihre Ferraris und Oldtimer zur Schau stellen. Ich hab‘ es mir natürlich nicht nehmen lassen, meine Pappe da auch mal hinzustellen. Im nu waren die ganzen teuren Autos ausgestochen, denn so etwas exotisches, wie einen Trabi hat man hier noch nicht gesehen. 
Dann kam eines Tages ein schweres Unwetter. Für deutsche Verhältnisse war das ein stärkeres Gewitter, hier aber ging die Welt unter. Gullydeckel wurden hochgedrückt,
Strände weggespült

und selbst auf den Autobahnen gab es regelrechte Seen durch die ich im Kielwasser von LKW’s und Wohnmobilen halbwegs trocken durchquerte.
Durch Frank lernte ich auch einen seiner Nachbarn, Holger, kennen, der mehrfacher Weltumsegler ist. Bei dem ein oder anderen Besuch und sehr netten Gesprächen gaben seine Frau und er mir viele Tipps auf den Weg und wo ich in Portugal halt machen solle.
 Holger links, Frank rechts

Frank arbeitet als Computerdoktor in Marbella und übertrug mir einfache Aufträge, auf die er keine Lust hatte, sodass ich mir ein bisschen Geld für die Reise dazuverdienen konnte. So lernte ich Karl Szöcs kennen, der in und um Marbella Ferienwohnungen vermietet. Er sagte mir, ich solle mich bei ihm melden, sobald ich wieder in der Gegend sei.
Nach und nach stellte sich heraus, dass Frank ein frauenverachtender, rassistischer Islamhasser ist und er unsere Gespräche immer und immer wieder in diese Bahn lenkte um mich zu „bekehren“. Irgendwann wurde es mir zu viel und ich musste weiter. Nächstes Ziel: Portugal!

Málaga 

Kaum hab ich Granada verlassen ging es auf nach Málaga, wo ich aber nur ein paar Tage blieb. Dort spielte ich Geige in der Fußgängerzone, um mir etwas Geld dazuzuverdienen, denn ich war schon annähernd Pleite, um dann weiter nach Marbella zu fahren, denn dort hatte ich einen Couchsurfer Host. (Couchsurfing ist eine Plattform, bei der man kostenlos seine Couch zum Übernachten zur Verfügung stellt –> Couchsurfing.com)

Bilder von Málaga habe ich keine gemacht, was einen Frevel darstellt!

Da ich aber nochmal nach Málaga kommen werde, hole ich das alles nach 🙂

Granada und Las Fuentes del Algar

Mein nächster Stop waren die Wasserfälle von Algar, oder auf spanisch „Las Fuentes del Algar“. Das sind eine Reihe von natürlichen Wasserfällen, nur 15 km von Benidorm entfernt.

Man kann darin sogar baden, wenn einem das Wasser nicht zu kalt ist. Und ich kann euch sagen, das Wasser ist SEHR kalt!foto-18-10-16-17-20-41foto-18-10-16-17-07-10foto-18-10-16-16-51-53

 

Anschließend ging es weiter nach Granada.

Hätte mir jemals einer gesagt, dass man da durch die Sierra Nevada muss, ich wäre da nie nie nie lang gefahren.

Die Sierra Nevada (zu deutsch: schneebedecktes Gebirge) ist das höchste Gebirge der iberischen Halbinsel. Darüber führt eine Autobahn, die ich auch gefahren bin. Allerdings hat diese Autobahn eine derartige Steigung, dass ich eigentlich nur 30km/h im 2. Gang fahren konnte. Zum Glück war es Nacht und es gab auch kaum Verkehr.

Wo es aber hoch geht, geht es auf der anderen Seite wieder runter, denn Granada liegt in einem Talkessel. Die Autobahnausfahrt für Granada ist aber oben in den Bergen. Die Straße runter ist sehr abeneuerlich und mehr als einmal wurde das Bremspedal gefährlich weich, sodass ich des Öfteren eine kleine Pause machen musste, um die Bremsen wieder abkühlen zu lassen.foto-20-10-16-18-12-44 Obwohl mein kleiner Anhänger nur etwa 200-250 Kilo wiegt, hat er enorm geschoben.

Die ganze Tortur hat sich aber gelohnt, denn Granada ist wunderwunderschön!foto-20-10-16-11-48-34foto-20-10-16-12-15-40foto-20-10-16-12-09-56foto-20-10-16-11-57-02

In der berühmten Alhambra war ich leider nicht, denn zu diesem Zeitpunkt fing mir an, das Geld auszugehen. Außerdem musste man die Karten einen Tag vorher bestellen, für 15€! Das war mir dann doch etwas zu teuer.